Das Therapie Wochenende
Feb 5th, 2008 by rasta
Nur noch wenige Minuten als freier Mann: Mit leicht zittrigen Händen stehe ich vor dem unscheinbaren Einfamilienhaus am Stadtrand. Ich spüre, wie der Pulsschlag steigt und eine seltsame Mischung aus Angst, Lampenfieber und Erwartungsfreude mir das Blut zu Kopf steigen lässt. Zum ersten Mal in meinem Leben erfahre ich, was es heißt, „weiche Knie“ zu haben. Ein harmlos klingendes Namensschild: „Therapiezentrum Dr. Behrens“. Ich atme noch einmal tief durch, dann drücke ich zögerlich den Klingelknopf. Eine attraktive Mittdreißigerin öffnet die Tür und lächelt mich freundlich an: „Sie sind bestimmt der kleine Sünder“, flötet sie so nett, als wollte sie mir im nächsten Moment etwas verkaufen. „Ja, genau, ich komme zum Therapie-Wochenende…“, antworte ich etwas verlegen. „Ich weiß, mein Name ist Doris Theisen, Sie haben sich ja bei mir angemeldet. Kommen Sie schon mal rein. Frau Konrad und die Therapeutinnen müssen auch gleich da sein.“
Frau Theisen trägt einen eleganten Nadelstreifen-Blazer und eine dazu passende Stretchhose, die ihre fabelhafte Figur aufreizend betont, darunter schwarze Stiefeletten. Ich folge ihr in ein kleines Arbeitszimmer. Sie greift nach meiner Akte auf ihrem Schreibtisch. „Oh weh, hundert Strafpünktchen haben Sie schon. Naja, da müssen wir Sie schon etwas härter rannehmen. Und überhaupt - sagen Sie mal: Frau Dr. Behrens hatte Sie für 13.30 Uhr bestellt. Jetzt ist es 14 Uhr. Das fängt ja gut an, mein Lieber“. Sie lächelt noch immer, aber ihr Ton klingt jetzt irgendwie bedrohlich. „Aber Frau Theisen,“ versuche ich mich zu rechtfertigen, „Sie sagten doch gerade, dass Ihre Kolleginnen auch noch nicht hier seien….“. Mir versagt die Stimme. Frau Theisen ist mir ganz nah gekommen. Ich spüre ihren Atem im Gesicht und ihre Brüste an meinem Körper. Sie streicht mit beiden Händen fest über meine Schultern. „Widerspruch sollten Sie sich aber ganz schnell abgewöhnen. Denn das wird sofort geahndet….“. Sie stößt mich zurück, nimmt erneut meine Akte, spitzt genießerisch ihren Mund, als wollte sie Wein kosten, und macht Notizen: „Noch mal zehn Pünktchen, damit Sie wissen, wo’s langgeht“. Ich kann mich nicht beherrschen und poltere los: „Wollen Sie mich piesacken? Was fällt Ihnen ein….?“ Seelenruhig verkündet Frau Theisen die nächste Strafe: „Jetzt gibt’s noch mal zwanzig Punkte. Machen Sie ruhig so weiter. Frau Konrad wird es freuen. Denn je höher das Punktekonto, desto härtere Erziehungsmaßnahmen müssen wir ergreifen. Aber bitte, noch können Sie gehen. Sie sind freiwillig hier.“
Ich denke an die Sanktionen, die mir in diesem Fall „von Amts wegen“ blühen. Außerdem bin ich ohnehin in einer Art Trancezustand. Süchtig nach Strafen aus zarter Hand. Hin- und hergerissen zwischen Rebellion und Demut entscheide ich mich, zu bleiben. Mehr noch, ich zeige mich zerknirscht und entschuldige mich bei Frau Theisen. „Leider kommt die Einsicht etwas spät“, meint sie amüsiert. „Verhängte Strafen werden grundsätzlich nicht widerrufen. Dafür werde ich Ihr nächstes Vergehen etwas milder ahnden – vielleicht. So, und jetzt folgen Sie mir in den Warteraum“. Wieder trotte ich Frau Theisen hinterher, begutacht beim Treppensteigen ihre hochhackigen Stiefeletten, und kann die in mir aufsteigende Lust kaum noch bändigen: Ein Wochenende in der Hand dieser Frau…. Ganz zu schweigen von ihren scharfen Kolleginnen.
Frau Theisen öffnet eine Tür im Dachgeschoss. Ein schmuckloser Raum. In der Ecke kauert ein Mann und starrt mit leerem Blick aus dem kleinen Fenster. „So, hier warten Sie, bis Sie gerufen werden, verstanden…?, kommandiert meine Betreuerin. „Verstanden, Frau Theisen“. Sie lächelt wieder siegesgewiss und – hoppla – gibt mir einen schnellen Kuss auf die Wange. Dann verschwindet sie blitzartig, verschließt die Tür von außen. Ich höre noch ihre energischen Schritte und denke darüber nach, was diese Geste von eben zu bedeuten hat, da spricht mich der Fremde an: „Na, bist Du das nächste Opfer?“. Ich bejahe, obwohl ich mich nicht als Opfer fühle, und stelle mich kurz vor. „Na, dann wird das heute wohl das letzte Mal sein, dass ich die sadistischen Launen dieser Weiber ertragen muss…“ Ich bin überrascht: „Sie waren schon öfter hier?“. „Das ist das dritte Wochenende. Glauben Sie mir, die sind gnadenlos“. Ich bin etwas verwirrt: „Mir wurde gesagt, die Therapie dauert von Freitag mittag bis Samstag abend – und das war’s dann“. Mein Gegenüber sieht mich mitleidig an: „Mein armer Naivling. Glaubst Du, die Konrad und ihre geile Horde entlassen ein Opfer, wenn nicht das nächste schon willig bereitsteht…? Aber was will ich machen, wenn ich mich jetzt verweigere, waren all die ertragenen Strafen und gemeinen Demütigungen, die Qualen und Torturen vergeblich – und ich muss doch mein hohes Bußgeld zahlen. Nein, einmal halte ich das noch durch, obwohl mich die Weiber total fertig machen.“
Ich muss gestehen, der Mann macht mir Angst. Ich will mehr wissen: „Wie viele der so genannten Therapeutinnen sind denn im Einsatz“, frage ich meinen Leidensgenossen. Er antwortet zunächst nicht, sondern blickt furchtsam zur Tür. Die Anspannung ist ihm ins Gesicht geschrieben. Wir hören Schritte: „Das ist die Konrad, das hör ich. So knallt nur die mit ihren Stiefelabsätze – wie auf dem Kasernenhof“. Doch die Tür bleibt verschlossen – und der Mann atmet auf.
„Therapeutinnen….? Na ja, Foltermeisterinnen wäre die treffendere Bezeichnung. Es sind fünf. Die Konrad kennst Du ja sicher schon. Die ist die Schlimmste. Sie fiebert förmlich diesen Straf-Sessions entgegen, und wenn sie freitags hierher kommt, platzt sie fast vor Geilheit. Und das bekommen die Delinquenten zu spüren. Sie ist eine Voyeurin, führt also keine Strafen aus. Sie schaut nur zu und weidet sich an den sadistischen Fantasien ihrer Kerkermeisterinnen.“
Mir zittern schon wieder die Hände. Ungeduldig frage ich weiter: „Und die Dr. Behrens, was ist mit der?“, will ich wissen. „Die ist zwar offiziell die Chefin, wird aber von der Konrad absolut dominiert. Die Frau Doktor ist eigentlich recht nett. Die einzige, die ab und zu ein bisschen Mitleid zeigt. Aber sei vorsichtig bei der kleinen Gaby Grassmann. Sie ist gerade mal 20 Jahre alt, aber ein richtiges Biest. Die schwingt den Rohrstock so lange, bis sie zum Höhepunkt kommt. Dieses Weib bringt mich zur Raserei. Diese spitzen Lustschreie bei jedem Hieb – das ist fast noch schlimmer als der eigentliche Schmerz, wenn sie den Stock auf Dich niederpfeifen lässt. Auch die Theisen ist mit Vorsicht zu genießen. Offiziell ist sie hier nur die Sekretärin, die das Strafbuch führt. Aber sie lässt mit Vergnügen die Peitsche tanzen. Das musste ich erst letztes Wochenende leidvoll erfahren. Und dann ist da noch ab und zu die Löhndorf-Bauer, die macht Dich psychologisch fertig….“
Wieder hören wir Schritte. Jemand schließt die Tür auf: Frau Theisen erscheint und weist uns in scharfer Form zurecht: „Unterhaltung zwischen den Sträflingen ist verboten. Wir haben alles mitgehört im Büro. So denken Sie also über uns,“ zischt sie meinen Leidensgenossen an. Sie geht zurück zur Tür, drückt auf den Knopf einer Sprechanlage und erbittet Hilfe von einer Kollegin: „Gaby, kommst Du mal. Hier braucht jemand ganz dringend eine Abreibung.“ Nun kommt Frau Theisen auf mich zu: „Sie konnten das nicht wissen, ich hatte Ihnen die Hausordnung noch nicht ausgehändigt. Deshalb will ich mal ganz lieb sein und Sie nicht gleich an Frau Grassmann ausliefern…“
Ich schaue zur Tür. Ein gutgewachsenes Mädel kommt herein – und nimmt entschlossen ihr Opfer ins Visier. Sie sieht umwerfend aus: Ultrakurzer Rock mit Kettengürtel, nabelfreier Top, Netzstrümpfe und hohe schwarze Stiefel. Sie beachtet mich nicht, sondern geht direkt auf ihren Delinquenten zu: „Der schon wieder….“, stöhnt sie, zwingt ihn mit Tritten zum Aufstehen und legt ihm Handschellen an. „Nicht, dass der geile Bock noch handgreiflich wird auf dem Weg in den Therapieraum…“
Frau Theisen schaut belustigt zu, wie das Mädchen sein Opfer genussvoll traktiert. Dann wendet sie sich mir zu: „So, jetzt sind Sie an der Reihe. Frau Dr. Behrens und Frau Konrad wollen Sie sehen – also ab ins Büro, die Damen sind schon ungeduldig“. Sie packt mich energisch an meinem linken Oberarm und führt mich ins Nebenzimmer.
Frau Doktor Behrens hat sich mit ihrem wohlproportionierten Hintern gegen die Schreibtischkante gelehnt. Ihre langen Beine stecken in hautengen Jeans. Schon dieser Anblick bringt meinen Blutdruck auf Trab. Am anderen Ende des Zimmers sitzt Frau Konrad bequem in einem Ledersessel. Auf einmal erscheint sie mir gar nicht mehr so mausgrau wie noch wenige Tage zuvor im Amt. Sie trägt einen gewagt kurzen Rock und schwarze Schnürstiefeletten. Mit ihren glänzend-braunen Augen nimmt sie mich ins Visier – so wie der Jäger, der sich seines Opfers sicher ist. Mit dem Zeigefinger ihrer linken Hand streichelt sie zärtlich die Reitgerte, die sie effektvoll auf ihren Oberschenkeln platziert hat.
„Da haben Sie ja ein schönes Strafkonto aufgebaut“, herrscht mich Frau Doktor an. „Am besten, wir beginnen gleich mal mit einer gehörigen Züchtigung. Das bringt eine Gutschrift von dreißig Punkten. Was meist Du, Sabine?“ Frau Konrad wiegt mit dem Kopf, blickt scheinbar teilnahmslos zuerst auf ihre Reitgerte und dann auf die Spitzen ihrer Stiefeletten: „Zwanzig Punkte reichen aus, er soll ja noch etwas von seinem Aufenthalt haben.“ Frau Doktor befiehlt mir, zu ihr zu kommen. Sie schaut mich mit gespieltem Mitleid an, fährt mir durch die Haare und demütigt mich mit ihrem geheuchelten Trost: „Sie sehen, mein Lieber, Frau Konrad ist unerbittlich. Da müssen Sie durch. Beissen Sie die Zähne zusammen. Ertragen Sie Ihre Abstrafung wie ein Mann. Also nur 20 Punkte Gutschrift“. „Na, dann wollen wir mal“, triumphiert Frau Konrad und gibt Doris Theisen das Marterwerkzeug.
Während mich die Damen mit entblößtem Hinterteil auf dem Strafbock fixieren, höre ich von irgendwo her kurze, schrille Lustschreie, begleitet vom Stöhnen eines geschundenen Mannes. „Sollten wir Gaby nicht ein wenig bremsen. Mir scheint, sie prügelt sich gerade wieder den Frust einer ganzen Woche von der Seele…“, sorgt sich Frau Doktor. Die beiden anderen Damen schauen ihre Chefin kurz an – und schütteln grinsend ihre Köpfe. „Lass sie nur, der widerspenstige Kerl da drüben braucht zum Abschied noch mal eine schmerzhafte Lektion“.
Frau Theisen kommt langsam von hinten auf mich zu. Sie ist hochkonzentriert – wie eine Athletin kurz vor dem Start. Ich sehe ihre endlos langen Beine in den Strechhosen, rieche ihr herbes Parfüm. „Und los geht’s“, höre ich sie noch sagen. Danach nehme ich für Bruchteile von Sekunden das schneidende Pfeifen der Reitgerte wahr – und dann diesen höllisch-brennenden Schmerz. Und wieder, und wieder. Frau Theisen holt zu immer kräftigeren Schlägen aus. Sie kommt ins Schwitzen, ist außer Atem. Aber sie kennt keine Gnade: „Und noch mal – daaa! Und noch einmal, weil’s so schön weh tut, daaa! Und noch mal und noch mal“. Die Schmerzen werden unerträglich, aber gleichzeitig steigt meine Lust ins Unermessliche. Ich fürchte den nächsten Schlag – und sehne mich nach dem übernächsten. Frau Konrad und Frau Doktor stehen kurz vor der Ekstase. „Zugabe! Zugabe!“, rufen sie. Ihre Stimmen überschlagen sich. Und die schon keuchende Frau Theisen kommt der Bitte allzu gern nach.
„Nun lass mich mal,“ fordert Frau Doktor. Frau Theisen gibt ihr die Reitgerte und lässt sich erschöpft in einen Sessel fallen. Nun wird die Tortur mit frischen Kräften fortgesetzt. Ich zerre an meinen Fesseln. Wie gern würde ich der Lady jetzt die Gerte entreißen, sie übers Knie legen und sie am eigenen Leib jene Schmerzen spüren lassen, die sie mir gerade lustvoll zufügt. Doch im gleichen Moment genieße ich es wieder, von zart-strenger Hand gezüchtigt zu werden.
„So, das reicht für’s Erste“. Auch Frau Behrens ist außer Atem. Einige ihrer blonden Locken kleben in den Schweißperlen auf ihrer Stirn. Sie wirft die Reitgerte zu Boden, setzt sich hinter ihren Schreibtisch und trinkt ein Glas Wasser in einem Zug. Während sich die Damen eine kleine Ruhepause gönnen, kommt Gaby Grassmann herein – das Rohrstöcken in ihren zarten Händen. „So, mit dem Schlappschwanz da drüben bin ich fertig. Ein Waschlappen, der verträgt nichts mehr. Höchste Zeit für stramme Nachfolger“. Ich liege immer noch gefesselt auf dem Strafbock. Frau Grassmann kommt näher, betrachtet sich hingebungsvoll mein geschundenes Hinterteil und lässt ohne Vorwarnung ihren Rohrstock niederzischen. Nun ist es mit meiner Beherrschung vorbei. Ich schreie laut auf – vor Schmerzen, vor Wut, vor Geilheit. Wie gern hätte ich diese sadistische Göre gepackt und ihr das besorgt, was sie anscheinend dringend einmal braucht. Doch ich liege hilflos und gedemütigt auf meinem Strafbock und winsele um Gnade. Entwürdigend. Und das alberne Kichern der Damen macht meine Lage noch unerträglicher. „Ok, ich sehe schon, Doris hat ganze Arbeit geleistet. Da bleibt für mich nicht mehr viel zu tun, schade“, bedauert Gaby Grassmann, stellt ihren Rohrstock in einen Schirmständer und verabschiedet sich in ein langes Wochenende. Doch bevor sie geht, baut sie sich vor mir auf, zieht meinen Kopf schmerzhaft an den Haaren in die Höhe und sagt drohend: „Irgendwann sind Sie mir ausgeliefert. Ich freu‘ mich drauf“.
Frau Dr. Behrens trägt die Gutschrift in meine Akte – 20 Punkte und keinen mehr. „So, Frau Theisen wird jetzt Ihre Fesseln lösen, dann ziehen Sie sich wieder an. Eine Etage tiefer wartet schon Frau Löhndorf-Bauer auf Sie. Die Kollegin ist für die psychologische Therapie zuständig“. Ich kann kaum noch laufen, aber Frau Theisen treibt mich mit kurzen Schlägen auf mein schmerzendes Hinterteil gekonnt an.
Frau Löhndorf-Bauer ist etwa Ende Dreißig und hat die elegante Erscheinigung einer verwöhnten Business-Lady. Nach meinem ersten Eindruck handelt es sich bei ihr um eine kühle, rational handelnde Frau. Kein sadistisches Biest wie die Konrad oder die Theisen. Auch kein außer Rand und Band geratenes Peitschen-Girl wie die Grassmann. Die wird gnädiger mit mir umgehen, denke ich. Zumindest solange, wie ich alles tue, was sie verlangt. Widersprüche ist diese Dame bestimmt nicht gewöhnt.
„Setzen Sie sich“, kommandiert die coole Lady. Ich beginne verlegen zu stammeln: „Ich…ähh….ich glaube….“ „Was glauben Sie?“ herrscht mich mein Gegenüber an.“. „Ich glaube, er will Dir sagen, dass sein Arsch noch gewaltig schmerzt“, klärt Frau Theisen ihre Kollegin auf. „Ach sooooo, er hat schon seine erste Abreibung bekommen. Das muss ich mir ansehen. Los, Hose runter, aber zackzack“, befiehlt die Coole. Sie begutachtet mein Hinterteil und meint dann gönnerhaft: „Ok, dann bleiben Sie eben stehen…… Oder nein, warten Sie, Sie knien sich hin. Hier vor mir. Es ist besser, Sie blicken zu mir auf als ich zu ihnen“. Zögernd folge ich dem Kommando. Zu langsam, wie Doris Theisen findet und mir vor ihrem Verschwinden noch mal zehn Punkte aufbrummt.
Ich knie vor Frau Löhndorf-Bauer, und ich muss sagen, dass ich diese Demuts-Geste genieße. Mit übereinander geschlagenen Beinen sitzt sie vor mir. Sie berührt mit dem Schuh ihres rechten Beins fast mein Gesicht. Ihre zierlichen Füße werden von edlen Designer-Pumps geadelt. „Ich werde Ihnen jetzt eine Reihe von Fragen stellen, um die Schwere Ihrer Schuld und den Grad Ihrer Einsicht und Demutsbereitschaft festzustellen“, kündigt sie an und unterzieht mich einem strengen Verhör. Die bemerkenswerteste Frage folgt am Ende: „Sind Sie jemals von einer Frau bestraft worden?“. „Nein“, antworte ich – um gleich hinzuzufügen: „Doch natürlich, früher in der Schule von meinen Lehrerinnen“. „Hmmm, das hat aber offenbar keinen bleibenden Eindruck hinterlassen“, stellt die Coole fest. „Ich werde Sie jetzt einer Demuts-Übung unterziehen, um zu testen, wie lernfähig Sie sind. Sie ziehen sich komplett aus und stellen sich auf das Podest dort drühen“.
Offenkundig ist die Lady doch nicht so rational, wie ich gehofft habe. Und da ich nicht weiß, ob nicht auch Sie gern zur Gerte greift, gehorche ich sofort. Nackt stehe ich nun auf dem Podest. Frau Löhndorf-Bauer betrachtet mich von allen Seiten – so wie eine Museumsbesucherin eine Skulptur. Die Dame bemerkt natürlich sofort, wie sehr mich das Ganze anturnt. Blitzschnell fährt Sie mit ihrer rechten Hand in meine pralle Männlichkeit und beginnt mit ihren schlanken Fingern eine Hodenmassage, wie sie es nennt. Mir wird speiübel, nur mit äußerster Mühe kann ich Haltung bewahren. Die Folter dauert ein paar Sekunden. Mir kommen sie vor wie eine Ewigkeit.
„Sie sind ein bisschen unsportlich, nicht wahr“. Sie fordert 50 Kniebeugen. Und während ich dem Befehl nachkomme, mustert sie mich von allen Seiten. „Ok, mir scheint, Sie sind recht willig. Zur Belohnung schreibe ich Ihnen 20 Punkte gut.“ „Vielen Dank, Frau Löhndorf-Bauer“. „Bitte sehr, einsichtige Sünder haben bei mir nichts zu befürchten – fast nichts. Doch vor Ihrer Entlassung stellen Sie sich bei mir noch mal vor. Verstanden?“. „Ja, selbstverständlich, Frau Löhndorf-Bauer“.
In diesem Moment öffnet sich die Tür. Frau Dr. Behrens erscheint mit einer anderen, mir noch nicht bekannten Frau, schätzungsweise Anfang 30, sportlich gekleidet, mit kurzen, blonden Haaren und einem süßen Silberblick. Nein, hoffentlich nicht noch so ein Satans-Weib, denke ich. Frau Dr. Behrens wendet sich Frau Löhndorf-Bauer zu: „Das ist Frau Zimmer, Ihr kennt Euch ja schon…“ „Aber natürlich“, bestätigt die Coole. Frau Zimmer kommt wortlos auf mich zu, inspiziert mich von allen Seiten und meint abschätzend zur Chefin: „Nun gut, probieren wir es halt mal mit dem“. „In Ordnung, Christiane, ich werde alles Nötige veranlassen“, freut sich Frau Doktor. Beim Verlassen des Büros gibt Frau Zimmer der Chefin einen kleinen Klaps auf den strammen Po. „Ein rattenscharfes Teil trägst Du da“, meint die Neue und deutet auf die engen Jeans von Frau Dr. Behrens. „Müssen Dir Deine Sträflinge beim Anziehen helfen, oder nimmst Du einen Schuhlöffel?“ Die Chefin lacht lauthals und massiert mit beiden Händen ihre prallen Pobacken.
„Mir scheint, das ist Ihr Glückstag“, klärt mich Frau Löhndorf-Bauer auf und gestattet mir, mich wieder anzuziehen. „Frau Zimmer, müssen Sie wissen, ist eine enge Freundin und ehemalige Kollegin von Frau Konrad. Nach einer größeren Erbschaft ist sie nicht mehr im Amt, sondern lebt in einer schmucken Jugendstilvilla ganz in der Nähe. Ihr gehört auch unser Haus hier. Ab und zu leiht sie sich mal einen Kerl aus….“
„Ausleihen…wie einen Sklaven?, entfährt es mir entsetzt. „Oh, Sie haben ja richtig Angst“, freut sich die Coole. „Keine Sorge, Frau Zimmer steht nicht so sehr auf Züchtigungen. Sie braucht ein paar starke Hände, die ihr im Haus helfen. Trotzdem: Seien Sie nett und zuvorkommend. Die Dame hat großen Einfluss auf Frau Konrad.“
Frau Löhndorf-Bauer ruft nach Doris Theisen, die mich in meine Zelle führen soll. „Erholen Sie sich gut, morgen wird ein arbeitsreicher Tag“, ruft sie mir noch nach. Schicksalsergeben beende ich meinen ersten Tag im „Therapiezentrum Dr. Behrens“ und bereite mich auf die Frondienste bei Frau Zimmer vor.