Die Insel
„Eine Woche auf der Insel. Selbstfindung in Unterwerfung und unbedingtem Gehorsam. Für Menschen mit gesunder Psyche.“ Tobias liest das Inserat, das er vor einigen Tagen in einer Zeitung entdeckt hat, und wettet mit Barbara, dass diese eine solche Woche nicht durchhalten werde. Barbara, welche sich durch eigenständiges, oft etwas resolutes Verhalten auszeichnet, nimmt die Wette an. Sie, Tobias und einige weitere Freundinnen und Freunde sind heute bei Sandra zum Abendessen und gemütlichen Zusammensein eingeladen. Es herrscht gute Stimmung, und der genossene Wein tut das Seine dazu.
Einige Tage später wird es Barbara mulmig. Das Reisebüro hat ihr die Reisebeschreibung samt den „Aufenthaltsregeln“ zugestellt. So hat sie sich dies nicht vorgestellt: Strenges Verbot jeglicher Aufnahme von Kontakten zur Welt ausserhalb der Insel; absoluter und bedingungsloser Gehorsam gegenüber Weisungen der Inselleitung; Verbot von sexuellen Beziehungen mit andern Teilnehmern und auch von Selbstbefriedigung ohne ausdrückliche Zustimmung der Leitung; Verzicht auf Intimsphäre; jederzeitiges Recht der Leitung, das Gepäck und die Schlafstellen der Teilnehmern zu durchsuchen und zu Leibesvisitationen; Verpflichtung zur Auskunftserteilung gegenüber der Leitung über sämtliche persönlichen Belange; umfassendes Disziplinarrecht der Leitung, welches auch Einsperrung und leichte körperliche Züchtigung umfassen kann; vorzeitiges Verlassen der Insel nur im Falle ernstlicher gesundheitlicher Gefahr und nur mit Zustimmung der Leitung möglich; die Ernährung ist für sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner der Insel, Leitung und Teilnehmer, die selbe und vegetarisch; der Verzehr anderer, mitgebrachter Lebensmittel ist untersagt; Teilnehmer und Leitung verpflichten sich, nach Ende der gemeinsamen Woche Stillschweigen darüber zu bewahren, was sie an Persönlichem von andern erfahren haben. Die Lektüre dieser „Regeln“, die Vorstellung, als 35jährige Frau sich andern, ihr fremden Menschen völlig öffnen zu müssen, auf ihre Intimsphäre verzichten zu müssen, gar gezüchtigt zu werden, löst bei Barbara Angst, aber auch Neugier aus. Sie denkt kurz daran, von diesem Experiment Abstand zu nehmen. Aber zu viele ihrer Bekannten wissen von der Wette, und ihr Stolz lässt es nicht zu, jetzt wortbrüchig zu werden. Außerdem ist eine Woche bald um, so glaubt sie.
Gut eine Woche vor Beginn ihres Inselaufenthalts unterzieht sich Barbara, wie vom Reisebüro gefordert, einer umfassenden ärztlichen Untersuchung. Der ihr bislang unbekannt gewesene Arzt ist sehr freundlich, hat aber einen leicht spöttischen Zug um die Mundwinkel. Er bestätigt Barbara „Insel- und Straftauglichkeit“.
Samstag Abend, 20.00 Uhr. Barbara trifft im ihr vom Reisebüro genannten Landgasthof in Ostseenähe ein und wartet mit rund 15 weiteren Männern und Frauen in einem kleinen Saal auf die Reiseleitung. Einige der Mitreisenden sind etwas bleich, andere reißen Witze. Barbara, die sonst für ihr etwas loses Mundwerk bekannt ist, bleibt ruhig und schweigt. Kurz darauf erscheinen zwei Frauen und zwei Männer in grünen Overalls. Sie stellen sich als Anna I und II und Oskar I und II vor. Anna I ist die Chefin und ergreift das Wort. Zunächst heisst sie die Teilnehmer herzlich willkommen und fordert diese auf, sich in eine gerade Reihe zu stellen. Nun wird der Ton wesentlich strenger; sie bemängelt die Reihe als unsauber ausgerichtet und die Gruppe als Sauhaufen. Ein Teilnehmer flüstert seiner Nachbarin etwas zu, worauf er einen kräftigen Schlag auf seinem Oberarm, ausgeführt durch Oskar II mit einer Pferdepeitsche, verspürt und die Aufforderung hört, das Maul zu halten. Anna I teilt mit, dass die Teilnehmer sich nun nacheinander, nach entsprechendem Aufruf, mit ihrem gesamten Gepäck und auch Jacke oder Mantel in einen Nebenraum zu begeben habe, wo die individuelle Eintrittskontrolle stattfinden werde. Eine Teilnehmerin, eine zierliche Frau, wird aufgefordert, sogleich mitzukommen, und die fünf verlassen den Saal. Die andern bleiben zurück. Es herrscht nun Schweigen.
Barbara ist als sechste dran. Sie wird von Oskar I in einen Raum in der ersten Etage geführt. Einziges Möbelstück darin ist ein grosser Tisch. Barbara sieht sich, neben Oskar I den beiden Annas gegenüber. Zunächst hat Barbara ihre Armbanduhr, sämtliche Schlüssel, Geldbeutel, Ausweise und Bankkarten auf den Tisch zu legen. Diese werden in einen großen, mit Barbaras Namen versehenen Briefumschlag gesteckt und dieser verschlossen. Barbara hat ihre Unterschrift über den Verschluss zu setzen. Der Briefumschlag landet in einer unter dem Tisch stehenden Kiste. Nun wird Barbara aufgefordert, ihre Reisetasche auf den Tisch zu stellen und zu öffnen. Anna II durchsucht diese, stellt zu verschiedenen Gegenständen Fragen oder kommentiert diese. Mit spitzen Fingern hebt sie einen roten Büstenhalter und einen roten Slip in die Höhe, fragt Barbara, ob sie ihren Lebensunterhalt als Edelnutte verdiene und legt die Wäschestücke zurück. Die Reisetasche wird wieder geschlossen, mit einer Gepäcketikette versehen und von Oskar I in eine Ecke des Raumes gestellt. Danach befielt Oskar I Barbara, ihren Mantel auszuziehen und ihm zu übergeben. Oskar I durchsucht diesen und findet Barbaras Mobiltelefon. Anna I brüllt Barbara an, was ihr einfalle, Geräte zur Aufnahme von Außenkontakten einzuschmuggeln. Als Barbara antworten will, gebietet Anna I ihr zu schweigen, nimmt die sich auf dem Tisch befindliche Pferdepeitsche in die Hand und kündigt Barbara mit spöttischer Stimme an, ihr Arsch werde ihr für diese Unverschämtheit noch von Herzen danken. Dann fordert sie mit schneidender Stimme Barbara auf „Entkleiden!“. Barbara sieht unsicher zu Anna I und zu Oskar I. Dieser grinst. Anna I tippt mit der Peitsche auf Barbaras Oberkörper, fährt mit dieser seitlich zwischen zwei Knöpfen hindurch in Barbaras Hemd hinein an deren Brust und sagt ihr: „Worauf wartest du? In vierzig Sekunden liegen deine sämtlichen Fummel am Boden, sonst setzt es was.“ Barbara beeilt sich nun und zieht sich aus. Sie steht nun völlig nackt vor den dreien im Overall und versucht ihre Blöße mit den Händen notdürftig abzudecken. „Hände in den Nacken! Beine breit!“ Die drei diskutieren nun über die körperlichen Vorzüge von Barbara. Anna II fährt mit einer Hand langsam und sanft Barbaras Oberschenkelinnenseite hinauf und stoppt wenige Zentimeter vor Barbaras Geschlecht. Sie fragt Barbara mit betont sanfter Stimme, ob sie auch schon mal mit einer andern Frau geschlafen habe. Barbara wird rot und schweigt. Anna I befielt ihr, zu antworten. Barbara stottert, ja, vor rund 12 Jahren habe sie dies einmal ausprobiert. Anna II fragt sie, meint, noch immer mit sanfter Stimme, da habe sie ja Nachholbedarf, und vielleicht lasse sich da etwas machen. Oskar I fragt nun Barbara, ob ihr Freund sie in der Regel von vorne oder von hinten nehme. Barbara antwortet ausweichend, sie habe im Moment keinen Freund, worauf Anna I sie fragt, wann sie denn das letzte Mal durchgefickt worden sei. Barbara wird noch röter und antwortet leise, vor ungefähr vier Monaten, worauf ihr Anna I verspricht, sie werde noch auf ihre Rechnung kommen. Dann Anna I wieder mit schneidender Stimme: „Bück dich! Streck den Arsch heraus!“ Anna I fährt mit der Hand und dann mit der Pferdepeitsche über Barbaras Po. „Was geschieht nun mit dir?“ Barbara antwortet: „Wahrscheinlich bekomme ich nun auf den Arsch.“ „Weshalb?“ „Vielleicht wegen des Mobiltelefons.“ „Vielleicht hast du recht.“ Barbara denkt, so rasch habe sie ihre erste Züchtigung doch nicht erwartet. Nun spürt sie die Hand von Oskar I auf ihrem Po. „Dieser Arsch verträgt einiges. Sag, willst du, dass ich dich verhaue?“ Barbara zögert; in der Hoffnung, damit die Sache endlich überstanden zu haben, antwortet sie „Ja“. „Wie sagt man, wenn man etwas wünscht?“ „Bitte.“ „Sag’s nochmals in einem ganzen Satz!“ „Bitte Oskar, gib mir auf den Arsch!“ Barbara wartet nun auf den ersten Schlag, doch Anna I sagt: „So ist’s recht. Oskar I wird dir auf der Insel deinen Wunsch erfüllen. Deine Eintrittskontrolle ist abgeschlossen.“ Barbara wird aufgefordert, ihre Kleider vom Boden aufzunehmen und in eine grosse Papiertüte zu stecken. Diese brauche sie auf der Insel nicht.
Anna II führt die noch immer völlig nackte Barbara aus dem Raum und die Treppe hinunter. Sie kommen an der Türe zum Wirtsstube vorbei und hören die Gäste angeregt miteinander sprechen. Anna II ergreift die Türklinke, Barbara reißt ihre Augen vor Entsetzen weit auf. Anna lacht. „Da hätten einige grosse Freude an dir!“ Die beiden Frauen gehen nun aber weiter und eine Treppe hinunter zu einem weiteren Raum im Keller, wo Anna II Barbara Oskar II übergibt sich entfernt. Oskar II heisst Barbara, sich an die weiße Wand zu stellen, damit er eine Front und eine Seitenaufnahme von ihr machen könne. Er fragt sie, ob sie Erfahrung mit Aktfotografie habe, was sie verneint. Oskar II meint daraufhin, das sei schade, gebe sie doch mit ihren festen Titten eine durchaus brauchbare Wichsvorlage ab. Er fordert sie auf, zu lächeln, damit das Foto etwas natürlicher wirke. Danach muss sich Barbara auf einen Schemel stellen. Oskar II fragt sie nach ihrer Kleider- und Schuhgröße und prüft diese handgreiflich Angaben mit dem Messband nach. Sodann händigt er ihr ein T-Shirt, eine kurze Stoffhose (Shorts), einen Overall und ein Paar Stoffschuhe aus, allesamt in leuchtendem gelb, und befielt ihr, diese Kleidungsstücke anzuziehen. Schließlich muss sie sich, nunmehr bekleidet, nochmals an die Wand stellen und fotografieren lassen. Dann führt Oskar II Barbara aus dem Raum, wieder die Treppe hinauf zum Hinterausgang, wo ein Lastkraftwagen mit Bänken auf der Lastfläche und einer Plane als Dach steht. Dort soll sie Platz nehmen und zusammen mit den andern Teilnehmern, welche die Eintrittskontrolle abgeschlossen haben und allesamt auch gelb gekleidet sind, warten.
Nach und nach kommen weitere gelb gekleidete Teilnehmer. Es herrscht Schweigen, die Teilnehmerinnen sehen sich kaum gegenseitig an. Weit nach Mitternacht fährt der Lastkraftwagen ab. Die Reise zur Insel hat begonnen
