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Du wirst meine Hure sein Der Besitz - Eine Sklavin für den König

Eine unscheinbare Frau Anfang vierzig, dunkle Locken, rehbraune Augen, im schwarzen Business-Kostüm. Sie sitzt hinter einem Schreibtisch in einem kleinen Büro der Stadtverwaltung, lehnt sich in ihrem Drehstuhl etwas zurück und schlägt ihre schlanken Beine übereinander. Sie trägt hohe Lederstiefel und kreist aufreizend mit ihren Fußspitzen. Sie liest in einer Akte und würdigt mich keines Blickes. Wie ein Schuljunge stehe ich vor ihr und warte, dass sie mir einen Platz anbietet. Doch sie denkt gar nicht daran, sondern blättert nur in ihren Aktien, macht sich Notizen und nippt ab und zu an ihrem Tee. Ich warte nicht länger und setzte mich auf den Stuhl vor ihr.

„Sie setzen sich, wenn ich es Ihnen erlaube“, faucht sie mich an und knallt die Akte auf ihre Schreibtischplatte. „Oder muss ich Ihnen auch noch Manieren beibringen?“. Vom Ton dieser Attacke überrascht, springe ich auf und versuche mich zu entschuldigen. Denn ich weiß: Es wäre unklug, die Frau zu ärgern. Denn diese eher graue Behörden-Maus, bei der mich nur ihr scharfes Schuhwerk anmacht, das sie sehr effektvoll einzusetzen versteht, diese gelangweilte Akten-Lady wird mir gleich eine Strafe aufbrummen. Wegen eines Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung will sie mir ein Bußgeld und noch einige Stunden Strafarbeit „für einen guten Zweck“ auferlegen. Vergeblich hat meine Anwältin versucht, den Vorfall wegen Geringfügigkeit einstellen zu lassen. „Die Frau Konrad bleibt hart. Sie besteht darauf, den Vorfall zu ahnden. Aber sprechen Sie doch am besten selbst mal mit der Dame. Wenn die Beschuldigten Reue zeigen, fällt die Buße manchmal vergleichsweise gering aus“, hat mir die Advokatin auf den Weg gegeben.

Nun sitzt Frau Konrad vor mir und schaut mich spöttisch an. Offenkundig hat es ihr gefallen, dass ich ihr gleich aufs Wort gehorchte. „Na also, geht doch. Jetzt dürfen Sie auch Platz nehmen“. Plötzlich spricht sie ganz sanft, fährt mit ihren schlanken Fingern durch ihre wilde Locken. Im gleichen Moment wechselt sie wieder in einen schneidenden Tonfall: „Sie wissen, weshalb Sie hier sind….?“ Sie steht auf, und setzt sich vor mich auf die Schreibtischkante. Die Beine kokett übereinandergeschlagen. Ihre Stiefelspitzen berühren mein linkes Knie. Scheinbar zufällig gleitet sie mit ihrem Fuss weiter nach vorn und erwischt mich dort, wo es am schmerzhaftesten ist.

„Oh, Entschuldigung“, sagt sie in gespielter Überraschung. „Unsere Büros sind einfach zu eng. Ich glaube, Sie stehen einfach wieder auf. Denn was ich Ihnen zu sagen habe, können sie auch stehend entgegennehmen“. Ich folge widerspruchslos ihren Wünschen, noch immer auf ihre Milde hoffend.

„Sie haben sich einer beträchtlichen Ordnungswidrigkeit schuldig gemacht. Das können wir nicht ungestraft durchgehen lassen. Es liegt in meinem Ermessen, ob ich Ihnen ein Bußgeld von 500 oder von 5000 Euro auferlege“, doziert sie und umkreist mich wie ihren Delinquenten. Ihre Absätze knallen auf den Parkettboden. Ich habe bei diesem aufreizenden Stakkato wirklich Mühe, ihren Ausführungen zu folgen.

„In Ihrem Fall scheint mir die höchste Geldbuße angemessen. Außerdem werden Sie 50 Stunden unentgeltlich Sozialarbeit verrichten“. Mir stockt der Atem: „Wie bitte, 5000 Euro für eine Lappalie? Das kann doch nicht Ihr Ernst sein. Ich bin bereit, eine Strafe zu akzeptieren, aber nicht in dieser Höhe.“ Frau Konrad nimmt wieder auf ihrem Suhl Platz und legt ihre gestiefelten Beine auf den Tisch. Hoppla, denke ich, das passt aber gar nicht zu der grauen Maus. „Natürlich können Sie dagegen Widerspruch einlagen und vor Gericht gehen. Das kostet aber Zeit und Geld. Und Ihre Anwältin arbeitet auch nicht gegen Spendenquittung. Und ob dann die Strafe geringer ausfällt, bleibt abzuwarten“.

Frau Konrad greift zum Telefonhörer, tippt eine Haunummer ein: „Katharina? Ja, ich bin’s, Sabine. Kommst Du mal eben in mein Büro? Ich habe da einen interessanten Fall“.

Ich fühle mich unwohl. Was hat diese Behörden-Hexe jetzt wieder im Sinn? „Gleich kommt Frau Dr. Katharina Behrens – meine Chefin. Sie hat ganz eigene Methoden, Vergehen zu bestrafen. Vielleicht kann ich in diesem Fall die von mir verhängte Buße zurückziehen und die Akte schließen….“.

Die Tür geht auf – und herein kommt eine langbeinige Blondine, schätzungsweise zehn Jahre jünger als meine bisherige Peinigerin. Sie trägt einen ultrakurzen Rock, dunkle Strümpfe und hochhackige Pumps. Und sie gibt sich freundlich, direkt liebenswürdig. Kurz: Sie ist das genaue Gegenteil von Frau Konrad. „Hallo, mein Name ist Behrens. Was haben Sie den Schlimmes ausgefressen…? Noch bevor ich antworten kann, reicht ihr die Kollegin die Akte. Frau Doktor überfliegt kurz die Dokumente, schaut mich ein wenig mitleidig an und sagt dann fast schon kumpelhaft: „Na ja, das darf man natürlich nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie sehen Ihr Fehlveralten ein….?“ „Ja, selbstverständlich Frau Doktor“, sage ich erleichtert, weil mir die Dame sehr zugänglich erscheint. „Dann sind Sie sich darüber im Klaren, dass wir Sie bestrafen müssen – und zwar so, dass es wirklich weh tut“.

Ich lege die Formulierung von Frau Doktor nicht auf die Goldwaage. Eine Strafe, die weh tun? Das hätte mir zu denken geben müssen. So aber zeige ich mich zerknirscht und stimme zu.

„Wir können die Angelegenheit im Rahmen einer privaten Straftherapie regeln. Sie unterziehen sich einem Therapiewochenende auf dem Land. Dort erwarten Sie ein hartes Psychotraining und nachhaltige Strafen von mir und den anderen Therapeutinnen. Am Ende werden wir Ihre Leistung und den Grad Ihrer Einsichtsfähigkeit und Reue benoten. Danach entscheidet Frau Konrad, ob weitere Strafaufenthalte nötig sind, oder ob wir Sie entlassen und das Verfahren einstellen. Noch Fragen….?“ Ich bin verdutzt und reagiere verunsichert. „Was verstehen Sie unter ‚nachhaltigen Strafen, Frau Dr. Behrens?“.

„Ganz einfach, Strafen, die man nie vergisst“. Kichernd fügt Frau Konrad hinzu: „Wenn es notwendig ist, werden Ihnen ein paar junge Mädels mit Stöckchen und der kleinen Peitsche ein wenig das Popöchen versohlen, während ich prüfe, ob der Leidensdruck wirklich groß genug ist.“ Jetzt kichern beide Weiber. Ein gemeines, verschworenes Kichern. „Sie müssen diese Strafe aber nicht akzeptieren“, fährt die Blondine fort. „ Wenn Sie die Ihnen von Frau Konrad auferlegte Buße akzeptieren, ist die Sache erledigt. Aber wenn Sie sich für die geldsparende Variante entscheiden, geben Sie bis morgen früh meiner Sekretärin Bescheid, Frau Doris Theisen. Sie ist übrigens eine der Therapeutinnen und wird Ihnen entsprechende Anweisungen geben. Daran haben Sie sich zu halten, denn sonst spüren Sie schon gleich zur Begrüßung das Stöckchen. Und Doris ist eine wahre Meisterin im Durchstriemen von Männerärschen.“

Nach einer durchwachten Nacht habe ich mich entschlossen: Ich akzeptiere die Straftherapie. Mit ein paar unausgelasteten Weibern, die ihre Phantasien ausleben möchten, werde ich schon fertig. Sollen ihren Spaß haben, aber wenn’s zuviel wird, mache ich Schluss. Und außerdem: Schläge von zarter Hand…? Könnte ein geiles Wochenende werden. Und außerdem spare ich eine Menge Geld.

Ich melde mich bei Doris an: „Seeeehr schön“, sagt sie gedehnt am Telefon und teilt mir in Befehlsform mit, wann und wo ich mich zu melden habe. Noch kann ich nicht wissen, dass ich mich in die Hände eines Clubs von perfiden Sadistinnen begeben sollte.

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